kinderfrei leben
Kinderfrei ja, aber uns fehlt nichts.
Wir zeigen, dass auch ein Leben ohne Kinder lebenswert ist und sprechen offen und ehrlich darüber, was uns beschäftigt.
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Ich habe bewusst keine Kinder und trotzdem leiste ich einen sozialen Beitrag in unserer Gesellschaft, denn ich bin zur Mutter meiner Mutter geworden.
Was ist noch tabuisierter als keine Kinder zu wollen? Kinder zu haben und zu sagen: “Ich bereue es”. Doch auch das gibt es. Das Phänomen heisst "Regretting Motherhood und kommt häufiger vor, als man denken könnte.
Wieso lebe ich kinderfrei? Die Liste ist lang: Ich hatte nie einen Kinderwunsch. Ich bin selbstständig, bekomme also keinen Mutterschutz, das Geld würde nicht reichen, Elternzeit wäre unmöglich...
Ja, ich liebe Kinder. Überhaupt mag ich die Menschen. Wir sind wirklich sehr faszinierende Wesen. Also: Warum sollte ich keine Kinder wollen, wenn ich so ein Menschenfreund bin? Warum sollte ich auf diese wunderbare, tief bewegende und innige Erfahrung verzichten? Warum sollte ich nicht einen Menschen so hautnah begleiten wollen und miterleben, wie sich dieses Menschenkind entwickelt?
“Will ich überhaupt Kinder haben?” - Diese Frage habe ich mir viel zu spät gestellt. Und genau deshalb gibt’s diese Plattform. Weil ich mir vor 20 Jahren gewünscht hätte, dass kinderfrei zu leben als echte Option mehr sichtbar gewesen wäre.
Diese Frage lesen wir immer wieder unter unseren Instagram-Posts. Und den Vergleich «Es braucht doch auch keinen Club für Menschen ohne Hund» habe ich tatsächlich kürzlich gehört. Ist da was dran?
Rückblickend denke ich, dass mir Menschen gefehlt haben, mit denen ich über dieses Thema sprechen konnte. Ich dachte, ich müsse eine Beziehung und ein Kind haben, um normal zu sein. Und dass der fehlende Kinderwunsch nur eine Laune wäre, nichts Ernstzunehmendes.
«Kinderfreie sind egoistisch und Sozialschmarotzer – wer zahlt ihren Rentenbeitrag?» So klingt es v.a. von konservativer Seite. Es wird aktiv über Rentenkürzungen für kinderfreie Menschen diskutiert. Ist das die Lösung? Oder sollte vielleicht nicht das Rentensystem an sich neu gedacht werden?
Keine Kinder zu haben bedeutet, mehr Freiheit für sich selber zu haben. Deshalb nennen wir uns ja auch kinderFREI und nicht kinderLOS. Doch Freiheit bedingt auch, dass man sich selber Meilensteine schaffen muss.
Die Geburtenrate ist auf einem enorm tiefen Niveau, das macht viele nervös. Es stellt unsere Gesellschaft vor Herausforderungen. Wie wird es mit der Rente weitergehen? Wie gehen wir mit dem Fachkräftemangel um? Viele hätten gerne, wenn’s einfach mehr Babies geben würde und fragen; was braucht’s denn, damit sich wieder mehr Menschen für Kinder entscheiden?
Adults only - also Angebote, die nur für Erwachsene sind, boomen. Doch nicht alle sind happy mit dieser Entwicklung. Manche sprechen sogar von Diskriminierung gegenüber Kindern.
Bei der Diskussion rund um die sinkende Geburtenrate ist immer mal wieder die Rede von Anti- und Pronatalisten. Doch was sind eigentlich genau deren Überzeugungen? Und was ist das Problem an diesen zwei Strömungen? Das klären wir hier.
Ich hatte noch nie einen Kinderwunsch. Ich wollte nie schwanger werden. Das wäre meine persönliche Hölle gewesen. Lange Diskussionen mit Ärzt*innen. Gesagt bekommen das sei nicht normal. Das war mir ehrlich gesagt aber schon immer egal.
Will ich, will ich nicht…? Ob man Kinder will oder nicht, ist wohl die grösste Entscheidung, die man im Leben trifft. Für einige ist es vollkommen klar, der Kinderwunsch - oder das Gegenteil davon - war schon immer da, ist ganz klar spürbar. Aber es gibt Menschen - wie mich zum Beispiel - die sehr mit der Entscheidung haderten.
Wann hast du das erste Mal laut ausgesprochen «Ich will keine Kinder»? Mein Moment war tatsächlich bei meiner Frauenärztin. Sie fragte: Wollen Sie Kinder? Mein Blick fiel auf den Boden und ein Schamgefühl kam auf. Dann sprach ich es aus: «Nein, ich möchte keine Kinder.»
Unser Kinderwunsch bleibt leider unerfüllt. Nach 2 Inseminationen habe ich mich dazu entschieden: ich will die Hormonbehandlungen nicht mehr. Ich kann es nicht erklären, aber mein Gefühl sagt stopp.
Es ist schwierig bei diesem Thema den Anfang zu finden.
“Ich möchte keine Kinder.” Nein, “Ich will keine Kinder”
- oder noch besser gesagt: “Ich werde niemals Vater.”
Gerade liege ich im Bett und kann nicht schlafen. Ich weine. Warum? Weil ich heute Abend ein Gespräch mit meiner besten Freundin hatte über das Thema Kinder. Es stellt sich heraus, dass wir sehr anders ticken…
Vor einem Jahr habe ich mir die Gebärmutter entfernen lassen. Warum ich das gemacht habe, meine Erfahrungen, Infos zur Operation und mehr.
25 Gründe, warum ich keine Kinder will. Angefangen mit dem wichtigsten: “Weil ich einfach nicht will.” Die Liste könnte noch lange weitergeführt werden. Was sind eure Gründe? Schreibt’s in die Kommentare.
Back to the 50ies ist das Motto der Tradwives und Soft Girls, die aktuell in aller Munde sind. Das sind Frauen, die sich 100% dem Haushalt, der Kindererziehung und dem Glücklichmachen des Mannes widmen. Das pure Gegenteil von mir und vielen aus der kinderfreien Community.
Ich war immer schon davon überzeugt, anders zu sein. Anders zu fühlen, zu denken und schneller am Limit zu sein als andere. Dann fand ich heraus, dass ich Autistin bin. Es liegt in meinem Naturell, alles bis ins kleinste Detail zu überdenken und planen zu wollen. Das mit einem Kind? Für mich unvorstellbar.
Bald ist Weihnachten. Das Fest der Liebe, der Besinnlichkeit…und der Familienfeste. Und während sich Neffen und Nichten, Cousins und Cousinen lautstark über den Berg an Geschenken hermachen, ist die Zeit gekommen… Die Zeit für Onkel Reto zu fragen: “Na, wann ist es denn bei dir soweit?”
Mit 30 bin ich meinem Mann begegnet – Liebe auf den ersten Duft (er riecht immer noch toll!). Beiden war Vertrauen und Unabhängigkeit wichtig, gerade auch, weil beide gerne mal alleine sind. Weil unsere Zweisamkeit so bereichernd war, haben wir gar keinen Wunsch nach Kindern gehabt, obwohl wir dies auch nicht explizit ausgeschlossen haben.
Diese Frage müssten sich grundsätzlich nicht nur Menschen ohne Kinder stellen, sondern alle. Aber in der gesetzlichen Erbfolge kommt nach uns nun mal niemand. Überlassen wir den Entscheid den Hinterbliebenen oder regeln wir es vorab mit einem Testament? Wer soll was erhalten? Was hinterlassen wir überhaupt alles?
Zu heiraten und dann keine Kinder zu wollen – das war wohl die dümmste Entscheidung, die ich finanziell treffen konnte. Warum? Weil es in der Schweiz immer noch die sogenannte «Heiratsstrafe» gibt, welche das klassische Familienmodell bevorzugt und wiederum einen kinderfreien Lebensstil abstraft.
Kinderfrei zu leben ist meine Entscheidung, die ich frei getroffen habe. Scheint logisch und selbstverständlich. Schaut man aber, was auf der Welt passiert, ist es eben plötzlich nicht mehr so selbstverständlich…
Als ich Kind war, beobachtete ich die Eltern meiner Mitschüler :innen genau. Ich stellte fest, dass viele zwar liebevoll mit ihren Kindern umgingen und es generell genossen, eine Familie zu haben – im Gegensatz zu meinen überforderten Eltern.....
Es beeindruckt mich immer wieder, was Eltern alles leisten und unter einen Hut bringen. Wirklich! Aber, das bedeutet nicht automatisch, dass wir Kinderfreie es im Alltag oder allgemein im Leben einfacher haben. Genau das höre ich jedoch indirekt immer wieder. Können wir bitte aufhören, unsere Leistungen oder gar unser Dasein kleinzumachen?
Im Blog sprechen wir offen und ehrlich über die Themen, die uns rund ums kinderfreie Leben beschäftigen.
Neugierig? Lies weiter.
Verschiedenste Menschen erzählen von ihrem eigenen kinderfreien Lebensmodell und zeigen die Vielfalt und Möglichkeiten.
Erzählst du uns deine Geschichte?
Über uns
Zurzeit leben rund 30 Prozent der Erwachsenen in der Schweiz ohne Kinder. Trotzdem kennen wir nur wenige persönliche Geschichten, die dahinterstecken.
Genau das wollen wir mit diesem Blog ändern. Indem wir die unglaubliche Vielfalt von kinderfreien Lebensmodellen mit persönlichen Geschichten aufzeigen, Themen aufgreifen und Tabus diskutieren, wollen wir die Akzeptanz und Sichtbarkeit für ein kinderfreies Leben in unserer Gesellschaft fördern.
So, dass aus dem Tabu ein Juhu wird.
Nadine & Jrene
Nadine
Jrene
“I’m not childless, darling. I’m childfree.”
– Tallulah Bankhead, US-Schauspielerin aus den 1900er Jahren
Kinderfrei leben
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Kinderfrei leben -
Wir sind eine Plattform, eine Community, ein Platz für Menschen, die keine eigenen Kinder möchten. Die Hintergründe, welche zur Entscheidung für ein kinderfreies Leben führen, sind vielfältig. Dieser Vielfalt möchten wir eine Bühne bieten.
Kinderfrei ist nicht der Standard. Der Standard ist nach wie vor, dass man Kinder hat/will. Am besten zwei; ein Mädchen, ein Junge, man ist verheiratet und lebt in einem Häuschen auf dem Land. Kinderfrei gilt vielfach nicht als “normal” und Fragen wie; “Na, wann ist es bei dir endlich soweit? “ oder Aussagen wie; “Du wirst alleine sein im Alter ohne Kinder” sind nicht die Ausnahme. Wir wollen niemanden bekehren, sondern möchten zeigen, dass ein kinderfreies Leben lebenswert, schön und erfüllt sein kann. Und kinderfreien Menschen einen Ort bieten, wo sie gesehen werden.
Du bist dir nicht sicher, ob du Kinder möchtest? Du hast dich gegen Kinder entscheiden und suchst Gleichgesinnte? Du hast Kinder, möchtest aber deinen Horizont erweitern und die Perspektive von Kinderfreien kennenlernen? Dann bist du hier richtig. Herzlich willkommen!


Als mein Partner und ich uns vor 10 Jahren kennenlernten, war uns beiden noch nicht bewusst, dass wir keine Kinder wollten. Ganz klassisch dachten auch wir: naja Kinder hat man halt einfach.